Frühstart-Rente — was bisher bekannt ist (Stand 2026)
Jonas Schaller · Fachmann für Versicherungsvermittlung (IHK) · aktualisiert am 17. September 2026
Kurz gesagt: Die Frühstart-Rente ist ein geplantes Vorhaben der Bundesregierung: Kinder von 6 bis 18 Jahren sollen jeden Monat 10 € vom Staat auf ein Vorsorgedepot bekommen. Das Bundeskabinett hat den Gesetzentwurf im August 2026 beschlossen, Bundestag und Bundesrat müssen noch zustimmen. Geplant ist das Inkrafttreten zum 1. Januar 2027, rückwirkend ab 2026 für den Jahrgang 2020. Was Eltern schon heute tun können, hängt nicht an der Reform.
💡 Wichtige Infos auf einen Blick
- Stand September 2026: Regierungsentwurf, noch nicht von Bundestag und Bundesrat beschlossen.
- Geplant: 10 € im Monat vom Staat für jedes Kind zwischen 6 und 18 Jahren.
- Das Geld soll in ein Altersvorsorgedepot fließen, das Eltern bei einem Anbieter ihrer Wahl eröffnen.
- Geplantes Inkrafttreten: 1. Januar 2027, rückwirkend ab 2026 für den Jahrgang 2020.
- Ausgezahlt werden soll das Geld grundsätzlich frühestens ab 65.
- Eltern können schon heute selbst für ihre Kinder vorsorgen.
👉 So solltest du vorgehen
- Nichts überstürzen: Warte ab, was tatsächlich beschlossen wird.
- Prüf, ob du für dein Kind schon heute sparen willst, egal was aus der Planung wird.
- Lass bestehende Kinderverträge im kostenlosen Vorsorge-Check ansehen.
Was ist die Frühstart-Rente?
Ein Vorhaben aus dem Koalitionsvertrag, zu dem es seit August 2026 einen Gesetzentwurf der Bundesregierung gibt. Der Staat will Kindern früh ein kleines Vorsorgevermögen mitgeben, das bis zur Rente wächst.
Die Idee
Wer früh anfängt, profitiert am stärksten vom Zinseszins. Schon kleine Beträge über viele Jahrzehnte angelegt können spürbar wachsen.
Warum der Staat das plant
Viele Menschen fangen erst spät mit der Altersvorsorge an, und viele gar nicht. Ein Depot, das schon im Kindesalter existiert, soll den Einstieg leichter machen.
Der Status
Stand September 2026: Regierungsentwurf, Änderungen im Gesetzgebungsverfahren möglich. Verbindlich sind die Regeln erst, wenn Bundestag und Bundesrat zugestimmt haben.
Was ist bisher über die Frühstart-Rente bekannt?
Das sind die Eckpunkte aus dem Regierungsentwurf. Alles davon ist geplant, nicht beschlossen.
Wichtig
Das sind die Eckpunkte aus dem Regierungsentwurf, Stand September 2026. Im Gesetzgebungsverfahren kann sich noch etwas ändern.
- Für jedes Kind soll der Staat ab dem 6. Geburtstag bis zur Volljährigkeit 10 € im Monat einzahlen
- Das Geld soll auf ein kapitalgedecktes Altersvorsorgedepot fließen, das Eltern bei einem Anbieter ihrer Wahl eröffnen
- Ein gesonderter Antrag auf die staatliche Förderung soll nicht nötig sein
- Erträge sollen in der Sparphase steuerfrei bleiben
- Eltern sollen freiwillig zusätzlich einzahlen können
- Ausgezahlt werden soll grundsätzlich frühestens ab 65
Ab wann soll die Frühstart-Rente starten?
Geplant ist, dass das Gesetz zum 1. Januar 2027 in Kraft tritt. Die ersten Zahlungen sollen rückwirkend ab 1. Januar 2026 für Kinder des Geburtsjahrgangs 2020 gelten, danach kommt jedes Jahr der Jahrgang der Sechsjährigen dazu.
Warum sich Termine verschieben
Bevor Geld fließt, braucht es ein Gesetz, Regeln für Anbieter und eine technische Umsetzung. Da sind Verschiebungen normal.
Was das für dich heißt
Plane nicht fest mit einem Datum. Wenn die Regeln stehen, erkläre ich sie hier.
Wie viel kann aus der Frühstart-Rente werden?
Allein mit dem staatlichen Betrag wird es keine große Rente. Es ist eher ein Anstoß, früh anzufangen.
Rechnung ohne Rendite
Beispiel: 10 € im Monat über zwölf Jahre sind 1.440 € Einzahlung. Mit Rendite über fünf Jahrzehnte kann daraus mehr werden, aber die Entwicklung der Märkte kennt niemand.
Kosten entscheiden mit
Bei kleinen Beträgen fallen Kosten stark ins Gewicht. Welche Kosten am Ende gelten, steht erst mit dem beschlossenen Gesetz und den Angeboten der Anbieter fest.
Der eigentliche Hebel
Die Zeit. Wer das Depot nach dem 18. Geburtstag weiter bespart, macht aus dem Startkapital einen echten Baustein.
Welche Fragen sind noch offen?
Solange das Gesetz nicht beschlossen ist, sind einige wichtige Punkte nicht abschließend geklärt.
Warum das wichtig ist
Gerade Kosten und Anlageregeln entscheiden, wie viel aus kleinen Beträgen über Jahrzehnte wird. Deshalb lohnt es sich, die endgültigen Regeln abzuwarten, bevor man sie bewertet.
- Welche Anbieter die Depots konkret anbieten
- Welche Anlageregeln und Kostengrenzen am Ende gelten
- Wie zusätzliche Einzahlungen im Detail geregelt werden
- Was passiert, wenn das Kind vor der Rente verstirbt
- Wie das Depot mit anderer geförderter Altersvorsorge zusammenspielt
Was können Eltern schon heute tun?
Nicht auf den Staat warten. Du kannst heute schon für dein Kind vorsorgen, mit oder ohne Frühstart-Rente.
Kindervorsorge
Ob Depot auf den Namen des Kindes, Depot auf deinen Namen oder Versicherungsvertrag: Jede Variante hat Vor- und Nachteile. Mehr: Kindervorsorge
Absicherung vor Sparen
Für Kinder ist oft wichtiger, dass die Familie abgesichert ist, wenn einem Elternteil etwas passiert. Mehr: Versicherungen für Kinder und Risikolebensversicherung
Riester für Eltern
Wer Kinder hat, bekommt über die Riester-Rente Kinderzulagen. Das ist Förderung, die es heute schon gibt, ab 2027 in reformierter Form.
Sollte ich mit Kindervorsorge warten, bis die Frühstart-Rente kommt?
Nein. Was du heute anlegst, hat einen Zeitvorteil, den kein späteres Gesetz ersetzt.
Beides passt zusammen
Nach dem Regierungsentwurf soll die Frühstart-Rente eine Ergänzung sein. Eine private Kindervorsorge wird dadurch nicht überflüssig.
Wer das Geld später bekommt
Bei einem Depot auf den Namen des Kindes gehört das Geld mit 18 dem Kind. Bei einem Depot auf deinen Namen entscheidest du selbst, wann du es übergibst. Beides hat steuerliche Folgen, die man vorher kennen sollte.
Flexibel bleiben
Wenn du jetzt anfängst, wähle eine Lösung, die du später anpassen kannst. Keine Verträge mit langer Bindung, nur weil sie gerade beworben werden.
Fazit: Frühstart-Rente
Eine Idee, die noch nicht beschlossen ist. Stand September 2026: Regierungsentwurf, Änderungen möglich.
Das Wichtigste
Geplant sind 10 € im Monat vom Staat für Kinder von 6 bis 18 auf ein Vorsorgedepot, Inkrafttreten zum 1. Januar 2027. Verbindlich wird das erst mit dem beschlossenen Gesetz.
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Häufig gestellte Fragen: Frühstart-Rente
Was ist die Frühstart-Rente?
Ein geplantes Vorhaben der Bundesregierung: Kinder von 6 bis 18 sollen monatlich 10 € vom Staat auf ein Vorsorgedepot bekommen. Stand September 2026 liegt ein Regierungsentwurf vor, beschlossen ist das Gesetz noch nicht.
Ab wann gibt es die Frühstart-Rente?
Geplant ist das Inkrafttreten zum 1. Januar 2027, rückwirkend ab 2026 für den Jahrgang 2020. Beschlossen ist das Gesetz Stand September 2026 noch nicht.
Wie viel zahlt der Staat bei der Frühstart-Rente?
Im Regierungsentwurf sind 10 € im Monat je Kind vorgesehen. Verbindlich ist das erst mit dem beschlossenen Gesetz.
Muss ich die Frühstart-Rente beantragen?
Nach dem Regierungsentwurf ist kein gesonderter Antrag auf die Förderung nötig. Das Depot eröffnen die Eltern bei einem Anbieter ihrer Wahl.
Kann ich selbst in das Frühstart-Depot einzahlen?
Nach dem Regierungsentwurf sollen Eltern freiwillig zusätzlich einzahlen können. Die Details stehen erst mit dem beschlossenen Gesetz fest.
Soll ich auf die Frühstart-Rente warten?
Nein. Wer heute schon für sein Kind sparen will, verliert durch Warten Zeit, und Zeit ist der stärkste Hebel.