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Welche Versicherungssumme brauche ich für die Risikolebensversicherung?

Jonas Schaller

Jonas Schaller · Fachmann für Versicherungsvermittlung (IHK) · aktualisiert am 17. September 2026

Kurz gesagt: Als Faustregel gelten drei bis fünf Bruttojahreseinkommen plus die offene Kreditsumme. Genauer wird es, wenn du rechnest, was deiner Familie im Monat fehlen würde, wie viele Jahre, und was schon da ist. Beides dauert keine halbe Stunde und schützt vor der häufigsten Schwäche: einer Summe, die im Ernstfall nur ein paar Jahre reicht.

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💡 Wichtige Infos auf einen Blick

  • Faustregel: drei bis fünf Bruttojahreseinkommen plus Restschuld.
  • Genauer: monatliche Lücke mal Monate bis zur Unabhängigkeit der Familie.
  • Einmalkosten nicht vergessen: Kredit, Bestattung, Ausbildung der Kinder.
  • Vorhandenes abziehen: Ersparnisse, andere Versicherungen, Hinterbliebenenrente.
  • Lieber etwas mehr: Der Mehrbeitrag ist bei der Risikolebensversicherung klein.
Inhaltsverzeichnis ▾
  1. Was sagt die Faustregel?
  2. Wie rechne ich die Summe genauer aus?
  3. Wie sieht das in einem Beispiel aus?
  4. Was wird bei der Summe oft vergessen?
  5. Konstante oder fallende Summe für den Kredit?
  6. Was, wenn sich der Bedarf später ändert?
  7. Fazit: So findest du die richtige Summe

Was sagt die Faustregel?

Drei bis fünf Bruttojahreseinkommen plus die offene Kreditsumme. Das ist ein guter Startpunkt, aber keine fertige Antwort.

Warum ein Spielraum

Drei Jahreseinkommen reichen, wenn die Kinder bald aus dem Haus sind oder der Partner gut verdient. Fünf eher, wenn die Kinder klein sind und ein Einkommen den Großteil trägt.

Beispiel

40.000 € brutto, drei Jahreseinkommen sind 120.000 €, fünf sind 200.000 €. Dazu eine Restschuld von 150.000 €: Die Summe läge zwischen 270.000 € und 350.000 €.

Wie rechne ich die Summe genauer aus?

In vier Schritten. Nimm dir einen Zettel oder eine Tabelle und trag deine Zahlen ein.

  • 1. Monatlicher Bedarf der Familie ohne dein Einkommen: Miete oder Rate, Lebenshaltung, Kinder, Versicherungen.
  • 2. Davon abziehen, was weiter reinkommt: Einkommen des Partners, Hinterbliebenenrente, Kindergeld.
  • 3. Die Lücke mit den Monaten multiplizieren, bis die Familie das allein schafft, zum Beispiel bis das jüngste Kind die Ausbildung abgeschlossen hat.
  • 4. Einmalkosten dazurechnen und vorhandenes Vermögen und andere Versicherungen abziehen.

Wie sieht das in einem Beispiel aus?

Familie mit zwei Kindern, drei und sechs Jahre alt. Er verdient das Haupteinkommen, sie arbeitet in Teilzeit. Alle Zahlen sind ein Beispiel.

Und die Faustregel?

Bei 50.000 € brutto kämen drei bis fünf Jahreseinkommen plus Kredit auf 310.000 € bis 410.000 €. Die genaue Rechnung landet also am oberen Ende. Das ist typisch bei kleinen Kindern.

Beispielrechnung ohne Inflation und Kapitalerträge. Die Hinterbliebenenrente ist individuell, deinen Wert zeigt die Renteninformation.

PostenBetrag
Monatliche Lücke nach Einkommen der Partnerin und Hinterbliebenenrente1.200 €
Zeitraum bis das jüngere Kind etwa 20 ist17 Jahre = 204 Monate
Lücke über den Zeitraum244.800 €
Restschuld Immobilienkredit160.000 €
Einmalkosten: Bestattung, Übergangszeit15.000 €
Minus vorhandene Ersparnisse– 20.000 €
Ergebnis, gerundetrund 400.000 €

Was wird bei der Summe oft vergessen?

Die laufenden Kosten hat jeder im Kopf. Die Überraschungen stecken woanders.

  • Kosten der Bestattung, die schnell mehrere Tausend Euro erreichen.
  • Kinderbetreuung, wenn der Überlebende mehr arbeiten muss.
  • Ausbildung oder Studium der Kinder.
  • Die eigene Altersvorsorge des Partners, die ohne dein Einkommen zu kurz kommt.
  • Steigende Preise über viele Jahre.
  • Erbschaftsteuer, wenn unverheiratete Paare nicht über Kreuz abgeschlossen haben. Mehr: Über Kreuz versichern

Konstante oder fallende Summe für den Kredit?

Der Kreditanteil darf sinken, der Familienanteil eher nicht. Manche lösen das mit zwei Verträgen.

Ein Vertrag, konstant

Einfach, deckt alles ab. Kostet etwas mehr.

Zwei Verträge

Fallende Summe für den Kredit, konstante Summe für die Familie. Etwas mehr Aufwand, oft günstiger. Mehr: Risikoleben für den Hauskredit

Was, wenn sich der Bedarf später ändert?

Ein zweites Kind, ein Hauskauf, ein neues Gehalt. Die Summe von heute ist in fünf Jahren vielleicht zu klein.

Nachversicherung nutzen

Viele Tarife erlauben bei bestimmten Ereignissen eine Erhöhung ohne neue Gesundheitsprüfung. Frist beachten, sie ist meist kurz.

Regelmäßig prüfen

Alle paar Jahre und bei jedem großen Lebensereignis. Genau dafür ist der kostenlose Check da.

Weniger Bedarf

Kredit abbezahlt, Kinder aus dem Haus: Dann kann die Summe sinken. Summe reduzieren ist oft besser als kündigen.

💡 Tipp: Bei der Risikolebensversicherung kostet eine höhere Summe meist nur wenig mehr. Im Zweifel lieber etwas großzügiger.

Fazit: So findest du die richtige Summe

Faustregel als Start, eigene Rechnung als Entscheidung. Und die Summe mitwachsen lassen, wenn das Leben sich ändert.

So gehen wir vor

Wir rechnen deinen Bedarf gemeinsam mit echten Zahlen, schauen, was schon da ist, und klären die Gesundheitsfragen vor jedem Antrag gemeinsam und in Ruhe, anhand der Krankenakte. Alle Grundlagen: Risikolebensversicherung. Für Paare: Risikoleben für Paare.

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Häufig gestellte Fragen: Die richtige Versicherungssumme

Wie hoch sollte eine Risikolebensversicherung sein?

Als Faustregel drei bis fünf Bruttojahreseinkommen plus offene Kredite. Genauer ist eine Rechnung mit dem monatlichen Bedarf deiner Familie.

Reichen 100.000 € Versicherungssumme?

Für eine Familie mit kleinen Kindern oder einem Kredit meist nicht. Für einen kleinen Restkredit oder ältere Kinder kann es passen.

Zählt die Witwenrente bei der Rechnung mit?

Ja, sie mindert die Lücke. Sie ist aber meist deutlich niedriger als das weggefallene Einkommen.

Kann ich die Summe später erhöhen?

Mit einer Nachversicherungsoption bei bestimmten Ereignissen ohne neue Gesundheitsprüfung. Sonst nur mit neuem Antrag.

Ist eine zu hohe Summe schlimm?

Sie kostet etwas mehr Beitrag. Eine zu niedrige Summe ist im Ernstfall das deutlich größere Problem.

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