Beamtenpension-Tabelle: wie viel Ruhegehalt nach wie vielen Dienstjahren?
Jonas Schaller · Fachmann für Versicherungsvermittlung (IHK) · aktualisiert am 17. September 2026
Kurz gesagt: Die Beamtenpension hängt von zwei Dingen ab: deinen ruhegehaltsfähigen Dienstbezügen und deinen Dienstjahren. Nach Bundesrecht gibt es pro Jahr 1,79375 % der ruhegehaltsfähigen Dienstbezüge, höchstens 71,75 % nach 40 Jahren. Wer wenige Dienstjahre hat, bekommt mindestens die Mindestversorgung. Die Länder regeln die Beamtenversorgung selbst, die Grundlogik ist aber ähnlich.
💡 Wichtige Infos auf einen Blick
- Ruhegehaltssatz: 1,79375 % je Jahr ruhegehaltsfähiger Dienstzeit (Bund).
- Höchstsatz: 71,75 % nach 40 Dienstjahren.
- Mindestversorgung: 35 % der ruhegehaltsfähigen Dienstbezüge oder ein amtsunabhängiger Mindestbetrag, wenn der günstiger ist.
- Voraussetzung: in der Regel eine Wartezeit von fünf Jahren Dienstzeit.
- Die Pension ist steuerpflichtig, die Krankenversicherung zahlst du weiter selbst.
- Die Länder regeln die Versorgung eigenständig, Zahlen können abweichen.
Wie wird die Beamtenpension berechnet?
Vereinfacht gilt: ruhegehaltsfähige Dienstbezüge mal Ruhegehaltssatz. Beide Teile schauen wir uns kurz an.
Ruhegehaltsfähige Dienstbezüge
Im Wesentlichen das Grundgehalt deiner letzten Besoldungsgruppe und Erfahrungsstufe, dazu bestimmte Zuschläge. Nicht jede Zulage zählt mit.
Ruhegehaltsfähige Dienstzeit
Vor allem die Zeit im Beamtenverhältnis. Bestimmte Ausbildungs- und Vordienstzeiten können ganz oder teilweise dazukommen, Teilzeit zählt nur anteilig.
Ruhegehaltssatz
Pro Jahr ruhegehaltsfähiger Dienstzeit 1,79375 %, gedeckelt bei 71,75 %. Diese Werte gelten für den Bund, viele Länder haben sie übernommen.
Wie hoch ist der Ruhegehaltssatz nach wie vielen Dienstjahren?
Die Tabelle zeigt den rechnerischen Satz und, als Beispiel, was das bei 4.000 € ruhegehaltsfähigen Dienstbezügen brutto bedeutet.
So liest du die Tabelle
Bis knapp 20 Dienstjahre liegt der rechnerische Satz unter 35 %. Dann greift die Mindestversorgung. Erst danach wirkt sich jedes zusätzliche Jahr spürbar aus.
Beispiel, vereinfacht, Bundesrecht; Länder regeln abweichend. Ohne Abschläge, Zurechnungszeiten, Familienzuschlag, Steuern und Krankenversicherung.
| Dienstjahre | Rechnerischer Satz | Maßgeblich | Beispiel bei 4.000 € (brutto) |
|---|---|---|---|
| 5 | 8,97 % | Mindestversorgung (mind. 35 %) | mind. 1.400 € |
| 10 | 17,94 % | Mindestversorgung (mind. 35 %) | mind. 1.400 € |
| 15 | 26,91 % | Mindestversorgung (mind. 35 %) | mind. 1.400 € |
| 20 | 35,88 % | 35,88 % | 1.435 € |
| 25 | 44,84 % | 44,84 % | 1.794 € |
| 30 | 53,81 % | 53,81 % | 2.152 € |
| 35 | 62,78 % | 62,78 % | 2.511 € |
| 40 | 71,75 % | 71,75 % (Höchstsatz) | 2.870 € |
Was ist die Mindestversorgung?
Eine Untergrenze für Beamte auf Lebenszeit, die nach der Wartezeit in den Ruhestand gehen, aber erst wenige Dienstjahre haben.
Amtsabhängige Mindestversorgung
35 % deiner eigenen ruhegehaltsfähigen Dienstbezüge.
Amtsunabhängige Mindestversorgung
Ein fester Mindestbetrag, der sich an einer niedrigen Besoldungsgruppe orientiert. Er greift, wenn er höher ist als die 35 %, also vor allem in unteren Besoldungsgruppen.
Wartezeit
Die Mindestversorgung setzt in der Regel eine Dienstzeit von fünf Jahren voraus. Ausnahme: Dienstunfähigkeit durch Dienstunfall.
Was bleibt von der Pension netto übrig?
Die Zahl in der Tabelle ist brutto. Davon gehen noch einige Posten ab.
Steuern
Die Pension ist voll steuerpflichtig, abzüglich eines Freibetrags, der für jeden neuen Pensionsjahrgang kleiner wird. Für deinen Fall: sprich mit deiner Steuerberatung.
Krankenversicherung
Als Pensionär bekommst du weiter Beihilfe, beim Bund in der Regel 70 %. Den Rest deckt deine private Krankenversicherung, deren Beitrag du selbst zahlst. Mehr: Beihilfesätze Bund und Länder
Abschläge
Wer vorzeitig in den Ruhestand geht, etwa wegen Dienstunfähigkeit, muss mit einem Versorgungsabschlag rechnen. Mehr: Ruhegehalt bei Dienstunfähigkeit
Reicht die Beamtenpension?
Nach einer vollen Laufbahn ist sie gut. Aber kaum jemand kommt auf 40 volle Dienstjahre, und vom Brutto bleibt nach Steuern und Krankenversicherung deutlich weniger.
Typische Gründe für Lücken
Späte Verbeamtung nach Studium oder Vorberufen, Teilzeit, Elternzeit, Beurlaubungen, frühe Dienstunfähigkeit.
Früh dienstunfähig
In den ersten Jahren gibt es nur die Mindestversorgung, in Ausbildung und Probezeit oft gar nichts. Dafür gibt es die Dienstunfähigkeitsversicherung.
Ergänzende Altersvorsorge
Beamte sind für die Riester-Rente förderberechtigt. Wie groß die Lücke ist, rechnen wir gemeinsam aus. Mehr: Rentenlücke berechnen
Gilt die Tabelle auch für Landesbeamte?
Die Grundlogik ja, die Details nicht unbedingt. Seit der Föderalismusreform regeln die Länder die Versorgung ihrer Beamten selbst.
Was oft gleich ist
Ruhegehaltssatz je Jahr und Höchstsatz haben viele Länder übernommen oder ähnlich geregelt.
Was abweichen kann
Anrechnung von Ausbildungszeiten, Höhe der amtsunabhängigen Mindestversorgung, Versorgungsabschläge, Altersgrenzen. Verbindlich ist die Versorgungsauskunft deines Dienstherrn.
💡 Tipp: Viele Dienstherren erteilen auf Antrag eine Versorgungsauskunft. Die ist deutlich genauer als jede Tabelle.
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Zur kostenlosen Checkliste →Fazit: Was sagt dir die Beamtenpension-Tabelle?
Sie zeigt, wie stark deine Pension an den Dienstjahren hängt. Früh in der Laufbahn ist sie niedrig oder gar nicht vorhanden, erst nach vielen Jahren wird sie richtig gut.
Was du daraus machst
Früh die Dienstunfähigkeit absichern, später die Lücke im Alter schließen. Beides schauen wir uns gemeinsam an. Übersicht für Beamte.
Häufig gestellte Fragen: Beamtenpension-Tabelle
Wie hoch ist die maximale Beamtenpension?
Nach Bundesrecht 71,75 % der ruhegehaltsfähigen Dienstbezüge, erreicht nach 40 Dienstjahren.
Wie viel Prozent Pension gibt es pro Dienstjahr?
Beim Bund 1,79375 % der ruhegehaltsfähigen Dienstbezüge pro Jahr ruhegehaltsfähiger Dienstzeit. Die Länder regeln das teilweise abweichend.
Was ist die Mindestpension für Beamte?
Die Mindestversorgung beträgt 35 % der ruhegehaltsfähigen Dienstbezüge oder, wenn höher, einen amtsunabhängigen Mindestbetrag. Voraussetzung ist in der Regel die Wartezeit von fünf Jahren.
Ist die Beamtenpension steuerpflichtig?
Ja, abzüglich eines Versorgungsfreibetrags, der für jeden neuen Jahrgang sinkt. Für deinen konkreten Fall frag deine Steuerberatung.
Müssen Pensionäre Krankenversicherung zahlen?
Ja. Die Beihilfe übernimmt einen Teil der Kosten, für den Rest zahlst du weiter deine private Krankenversicherung.
Woher weiß ich, wie hoch meine Pension wird?
Am genauesten über eine Versorgungsauskunft deines Dienstherrn. Die Tabelle hier ist nur eine Orientierung.